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Die Welt des Yoga entdecken – Expertin Daryana über den richtigen Einstieg

Die Welt des Yoga entdecken – Expertin Daryana über den richtigen Einstieg
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Die Aspria Clubs bieten eine unendliche Kursvielfalt – für jedes Alter, Niveau und Ziel ist garantiert das Passende dabei. Und auch wer Yoga sucht, wird im umfangreichen Kursplan fündig.   

Der Jahresanfang steht oft auch für einen Neu-Anfang. Das Thema „selfcare“ steht dabei nicht selten ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze – und in diesem Zusammenhang der Wunsch, einen bewussteren Lebensstil zu führen, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse mehr in den Vordergrund zu rücken, sich öfter eine Auszeit zu gönnen. Innerhalb dieser Thematik fällt oft das Wort Yoga. Spielen Sie schon länger oder spätestens jetzt zum Beginn des neuen Jahres mit dem Gedanken, endlich mal Yoga auszuprobieren? Dann lesen Sie unbedingt weiter.

Warum sind so viele Menschen begeistert von Yoga? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Yoga-Arten? Und vor allem, wie finde ich den Kurs, der perfekt zu mir passt, um die Wirkung zu erzielen, von der so viele Freunde und Bekannte schwärmen? Wir haben mit Yoga-Expertin Daryana Cvjetkovic darüber gesprochen, was Yoga-Neulinge wissen und beachten sollten, um ideal in die Welt des Yoga einzutauchen.  

Erzähle uns ein bisschen über Deine Yoga-Karriere. Wann hast Du mit Yoga angefangen und was hat Dich dazu gebracht?

Ich habe vor mehr als 12 Jahren mit Yoga angefangen, damals, um meine körperliche Fitness zu verbessern. Schnell habe ich gemerkt, wie das Training nicht nur meinen Körper, sondern auch meine mentale Gesundheit positiv beeinflusst. 2016 habe ich dann meine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin gemacht und 2017 Daryana Yoga gegründet und somit mein Hobby zum Beruf gemacht. Bis heute habe ich über 1.500 Yogastunden unterrichtet, ich gebe Yoga-Kurse und Personal Training für Erwachsene und Kinder sowie Business Yoga, ein Training, das sich speziell an Menschen mit einem besonders stressigen Berufsalltag richtet.  

Viele wollen gerne Yoga ausprobieren, haben aber Berührungsängste. Warum sollte man keine Angst vor diesem „Abenteuer“ haben?

Angst ist generell ein schlechter Begleiter, so auch bei Yoga. Man sollte, wie bei allen neuen Dingen, offen sein, sich darauf einlassen wollen. Und – wie ebenfalls so oft im Leben – nicht gleich Mut und Lust verlieren, wenn es nicht sofort klappt. Kein Meister ist bislang vom Himmel gefallen, in jedem Fall sollten ruhig zwei, drei Anläufe unternommen werden. Nehmen Sie sich Zeit, denn Abschalten muss gelernt werden. 

Woher weiß ich aber, welcher Kurs der Richtige ist, es gibt so viele verschiedene Arten von Yoga? Was würdest Du zum Einstieg empfehlen?

Meine Empfehlung lautet, nicht in den erst besten Kurs zu gehen oder nach der Lieblingsuhrzeit auszuwählen, sondern unbedingt auch als Anfänger einzusteigen, für jede Art von Yoga gibt es ein Level 0 oder 1. Das mag erstmal langweilig klingen, aber gerade die hier etwas langsameren Einweisungen sorgen dafür, dass man sich zurechtfindet und die Übungen erstmal richtig verinnerlicht.

Stichwort Yoga-Arten – kannst Du uns darüber aufklären, was sich hinter Hatha, Vinyasa, Ashtanga und Co. verbirgt…?

Ich würde erstmal kurz auf die Bestandteile des Trainings eingehen: Yoga besteht aus Körperübungen/Yoga-Haltungen, die so genannten Asanas sowie Atemübungen, die Ernährungsberatung (vegetarisch/vegan) und die innere Wahrnehmung, bei der der Körper von innen nach außen gespürt wird.

Die verschiedenen Bezeichnungen stammen aus dem Sanskrit und können nicht direkt übersetzt werden. In Kurzform erklärt:

Hatha Yoga ist der Klassiker, der bereits seit über 50 Jahren in der westlichen Welt unterrichtet wird und aus dem alle anderen Yoga-Arten entstanden sind. Hatha Yoga ist auf dem Beginner Level sehr gut für Einsteiger geeignet. Das Training besteht aus einer Kombination aus sanften und kraftvollen Techniken, Atem- und Konzentrationsübungen und Entspannung.

Bei Vinyasa Yoga werden verschiedene Körperübungen miteinander verbunden, so dass ein fließender Ablauf entsteht, ähnlich wie bei einer Choreografie. Begleitet werden diese von intensiven Atemanleitungen. Ich empfehle Vinyasa Yoga eher für Fortgeschrittene.

Bei Ashtanga Yoga geht es mit kraftvollen Bewegungen in einem dynamischen Ablauf ziemlich zur Sache, so dass es nicht meinen Rat wäre, bei dieser Yoga-Art einzusteigen.

Yin Yoga ist eine ruhige Yoga-Art, die hauptsächlich im Sitzen und Liegen stattfindet. Sie ist sehr entspannend, erfordert aber auch viel Geduld. Sie kann also von Anfängern praktiziert werden, ist aber nicht für jeden Typ unbedingt geeignet.

Die modernen Yoga-Arten wie z. B. Aerial Yoga, Bikram Yoga, Acro Yoga und Hormon Yoga basieren auf den oben genannten Yoga-Formen.

Mann, Frau, Kinder, Senioren – ist Yoga für jeden geeignet bzw. gibt es Besonderheiten, die zu beachten sind? Gibt es Menschen, für die Yoga gänzlich ungeeignet ist?

Yoga ist für jeden gut geeignet – so lange auf die körperlichen Möglichkeiten und die individuellen Bedürfnisse eingegangen wird. Deshalb sollte das Training unbedingt mit einem erfahrenen, gut ausgebildeten Yoga-Lehrer stattfinden. Ich versuche in jeder Stunde die einzelnen Teilnehmer zu berücksichtigen, deshalb finden sich auch unterschiedliche Kurse im Kursplan. Gibt es tatsächlich körperliche Einschränkungen, ist es natürlich wichtig, wie bei jeder anderen Sportart bzw. körperliche Aktivität auch, diese zu beachten bzw. das Training darauf anzupassen. Dazu sollte der Trainer vorab unbedingt angesprochen werden, um Verletzungen zu vermeiden.  

Du unterrichtest auch Yoga für Kinder. Wie läuft das ab?

Ich unterrichte Yoga für 3- bis 6-jährige und für 6- bis 10-jährige Kinder. Es ist für die Kids eine tolle Hilfe, um den Kita- und Schulalltag besser zu meistern. Ein wesentlicher Bestandteil des Trainings ist es, ihre Bedürfnisse und Gefühle zu sehen und anzuerkennen. Spielerisch und interaktiv lernen sie, Fähigkeiten wie Konzentration, Balance und Atem zu verbessern.

Zurück zu den Erwachsenen-Tipps - wie oft kann bzw. sollte ich Yoga machen?

Ein- bis dreimal pro Woche jeweils 60 bis 90 Minuten ist ideal, um den Effekt des Trainings zu spüren bzw. nachhaltig vom Training zu profitieren.  

Kann ich Yoga auch allein zu Hause praktizieren, z. B. mit einem Buch oder einem Video?

Ich würde es nicht komplett ausschließen, für jemand der schon reichlich Erfahrung hat. Ist man allerdings Einsteiger oder noch nicht so geübt, wäre es definitiv nicht meine Empfehlung, so zu trainieren, sondern unbedingt die professionelle Anleitung „live“ in Anspruch zu nehmen, zur korrekten Anleitung und Ausführung. Yoga ist zwar eine Selbsterfahrung, aber nur richtig gelernt, hat das Training den gewünschten Effekt. Außerdem analysiert das Buch oder Video nicht vorab den Praktizierenden, es ist also schwierig, ein individuelles Ziel zu bearbeiten und somit zu erreichen.  

Und dann noch die praktische Seite – was brauche ich für Yoga, was ist z. B. die richtige Kleidung?

Am wichtigsten ist das Wohlfühlen und dazu trägt Kleidung ja eigentlich immer bei. Um Yoga auszuüben sollte die Kleidung auf jeden Fall bequem sein und am besten zieht man den „Zwiebellook“ an, durch die verschiedenen Phasen der Stunde kann einem mal kälter, mal wärmer werden, so kann man sich entsprechend zwischendurch an- und ausziehen. Auch ist es schön, eine eigene Yoga-Matte zu haben.

Yoga wird ja von vielen als der perfekte Ausgleich zum stressigen Alltag gesehen, scheint sogar richtig süchtig zu machen – jeder von uns hat vermutlich jemand im Freundeskreis, der absoluter Yoga-Fan ist. Warum ist das so?

Die Vorteile von Yoga sind vielseitig. Die Kombination aus Atemübungen und Übungen für Kräftigung und Beweglichkeit führt zur Entspannung, aber auch zu einer Art Erdung bzw. Standhaftigkeit sowie zur Offenheit für Neues. Das tut gut. Vor allem aber fühlen sich die Teilnehmer am Ende der Stunde „leicht“ und ich glaube, das ist es letztendlich, was dazu führt, das Yoga so viele Fans hat. Denn Leichtigkeit ist es ja genau das Gefühl, was uns so häufig fehlt, mit all den Aufgaben und Verpflichtungen, die wir im Alltag mit uns herumtragen.

Yoga kann auch richtig anstrengend sein, dabei wird der Fitness-Aspekt von Yoga oft, speziell von Menschen, die selbst nicht Yoga machen, unterschätzt. Kannst Du uns etwas darüber erzählen?

Yoga wirkt sich auf jeden Fall positiv auf die Fitness aus, es ist ein Training, bei dem man richtig ins Schwitzen kommen kann – so habe ich ja im Grunde auch angefangen. Die Übungen zur Kraft und Flexibilität sind anstrengend und das Resultat kann sich sehen lassen: die Muskeln werden definierter, der Körper straffer. Auch wer abnehmen möchte, könnte durchaus in Erwägung ziehen, regelmäßige Yoga-Einheiten in den Trainingsplan zu integrieren.  

Hast Du auch Tipps für die, die Yoga vielleicht mal ausprobiert haben, aber nicht direkt Fans geworden sind, weil sie nicht den richtigen Start hatten? Was wäre der ideale Wieder-Einstieg?

Wie bereits erwähnt, ist es am wichtigsten, sich wirklich auf Yoga einlassen zu wollen. Und das Abschalten ist, wie bereits eingangs erwähnt, eine Trainingssache. Dass es nicht auf Anhieb oder in früheren Anläufen geklappt hat, kann von verschiedenen Faktoren abhängen. Wichtig beim Yoga ist z. B. die Stimmung im Kurs und die Musik, die Chemie mit dem Lehrer, die Intensität der Übungen, etc. Und, allen voran, eben die eigenen Bedürfnisse – warum will ich Yoga machen? Wer also wieder einsteigen will, sollte sich vorab zum Angebot beraten lassen und dann unbedingt nochmal ausprobieren. Ich habe im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht, dass es für jeden, der will, das richtige Yoga-Training gibt.

Daryana Cvjetkovic unterrichtet mehrmals die Woche verschiedene Yoga-Kurse im Aspria Alstertal. Außerdem bietet sie Yoga im Personal Training für Erwachsene und Kinder an, hier werden individuelle Trainingskonzepte erstellt, bei denen das Ziel stets im Vordergrund ist. Gern steht sie für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung.